Hintergrund

K entstand auf der Grundlage einer intimen Textvariation aus Kafkas Tagebüchern. Es geht darin um die Last, die die Erziehung und die Gesellschaft auf ein Individuum haben, das auf der Suche nach der Essenz seines Seins ist. In der ersten Person verfasst, ist der Text zugleich Meditation und Monolog.

 

Er liest sich abschnittweise wie ein Tagtraum oder wie eine wieder erlebte Erinnerung. Er ist gleichzeitig ein Gesang der Auflehnung, ein Schrei der Wut, ein Seufzer, ein Aufruf an die Urahnen, eine Ode auf den Körper und die Bewegung, und letztendlich eine Akzeptanz, ohne die die geringste innere Befreiung nicht möglich ist. Fernab der fremden oder surrealistischen Bilder, gelingt es der Poesie, an die existentiellen und universellen Fragen anzuknüpfen.


Wer sind wir? Wer hat uns geschaffen? Wer wollen wir sein?


Humor und Spott, sowie der zärtliche Blick auf unsere Obsessionen, unsere Lächerlichkeiten und unsere Exzesse durchziehen den Text. Ohne diese Elemente wäre das Fatalitätsgefühl angesichts der menschlichen Existenz nicht erträglich. Es geht gleichzeitig um das Überleben und um das Clown sein und laut Kafka darum,

 

„dabei keineswegs schwarz vor Verzweiflung im Gesicht, sondern weiß und rot“

 

zu werden. Tragik und Komik lassen sich nicht getrennt voneinander interpretieren. 

 

Das Textmaterial bildet die Grundlage für das Clowns-Solo: ein Frauen-Clown und das innere K. Die Clownin schreibt, spricht und tanzt. Sie gewinnt ihren Körper zurück und spricht mit den Geistern, um sich und den Einklang mit sich wieder zu finden.

Der Weg dorthin gleicht einer Initiationsreise und einer Verwandlung…